Agrarminister aus 50 Ländern wollen mehr weltweiten Klimaschutz
Berlin (sda/dpa/afd) Der Klimaschutz in der Landwirtschaft muss nach dem Willen des Berliner Agrarministergipfels drastisch ausgebaut werden. Rund 50 Staaten haben sich geeinigt, eine weltweite Initiative anzustossen, damit Bauern stärker gegen Klimawandel vorgehen.
Bei einer Agrarministerkonferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Februar soll über die Initiative beraten werden. An dem Gipfel nahmen unter anderem Delegationen aus Burkina Faso, Bolivien, China, Frankreich und Russland teil.
Die Länder hätten sich auf einen "Klima-Check" verständigt, um Aktionen je nach den Bedingungen in den Regionen zu prüfen, sagte die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner.
Frankreichs Agrarminister Bruno Le Maire schlug einen EU-Ausgleichsfonds für Bauern vor. Spaniens Umwelt-Staatssekretär Josep Puxeu versprach, die Ergebnisse des Treffens auch in die Arbeit der spanischen EU-Ratspräsidentschaft einzubringen.
China wies den Vorwurf einer Blockade beim UNO-Klimagipfel in Kopenhagen zurück und sagte weitere Anstrengungen zu. China habe "als das grösste Entwicklungsland dieser Welt" ein Interesse daran, den Klimawandel aufmerksam anzugehen, sagte der chinesische Vize-Agrarminister Niu Dun.
Das afrikanische Burkina Faso verlangte mehr Mittel. Afrika wolle seinen Anteil leisten, sagte Agrarminister Laurent Sédogo. "Dafür brauchen wir Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft."
Kritik des WWF
In einer Erklärung kritisierte die Umweltschutzorganisation WWF, die Agrarminister hätten sich nicht zu einem konkreten Klimaschutzprogramm bekannt.
Weltweit würden mindestens 14 Prozent des Treibhausgasausstosses direkt auf das Konto der Landwirtschaft gehen, daher bestehe dringender Handlungsbedarf. Die Minister seien klare Worte zur Umsetzung von Klimaschutzmassnahmen aber schuldig geblieben.



