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Mittwoch, 07. Juli 10

Initiative fordert Verdoppelung erneuerbarer Energien in Graubünden

 

Chur (sda) Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrach Graubündens soll bis ins Jahr 2025 verdoppelt werden. Das verlangt die am Mittwoch von Bündner Grünliberalen (GLP) eingereichte Initiative "Für eine nachhaltige Energiepolitik".

GLP fordert doppelt so viel Energie aus erneuerbaren Quellen (c) Greenpeace

Die Initiative bezieht sich auf Energie aus Holz, Biomasse, Biogas, Sonnenlicht, Wind und Geothermie, nicht aber aus Wasserkraft, wie die GLP am Mittwoch mitteilte. Im Referenzjahr 2007 betrug der Anteil dieser Energieträger im Kanton nach Angaben der Partei gerade mal drei Prozent. Mit einer Verdoppelung stiege er auf sechs Prozent.

 

Als Gründe für ihre Initiative nennen die Grünliberalen immer knappere Öl- und Gasvorräte weltweit, steigende Energiepreise, die Abhängigkeit von instabilen Ländern wie Libyen, Iran und Irak und den Klimawandel.

 

Jeder eingesparte Liter Heizöl erhöhe die Versorgungssicherheit und reduziere den Geldabfluss ins Ausland. Der Kanton würde als Wirtschaftsstandort von einer Technologieführerschaft im Bereich der erneuerbaren Energien profitieren, so die GLP.

 

Wege zum Erreichen ihrer Vorgabe sehen die Grünliberalen in einem kantonalen Förderprogramm, einer umweltsensiblen Motorfahrzeugsteuer und einer Förderung von Passivhäusern und Blockheizkraftwerken.

 

Die Initiative ist die erste der vor zwei Jahren gegründeten kantonalen Partei. Sie wurde mit 3200 Unterschriften eingereicht. Erforderlich gewesen wären 3000 Unterschriften.