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Dienstag, 26. Mai 09

Keine Bewegung in Klimapolitik im Vorfeld von UNO-Klimagipfel

 

(sda) Vor dem UNO-Klimagipfel Ende des Jahres in Kopenhagen gibt es unter den wichtigsten Teilnehmerländern noch keine Annäherung. Bei einem Vorbereitungstreffen der 16 grössten Industrie- und Schwellenländer in Paris konnten keine gemeinsame Linie gefunden werden.

Es ist noch nicht zu spät - aber höchste Zeit, zu handeln! (c) Greenpeace

Kurz vor Abschluss des Vorbereitungstreffens in Paris erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, dass es keine Bewegung gebe. Die Parteien hätten nur altbekannte Standpunkte vorgetragen: "Es gibt keine wirklichen Fortschritte zwischen Entwicklungsländern und Industrienationen."

 

Neue Klimavereinbarung

 

Bei dem UNO-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen soll eine neue globale Klimavereinbarung als Nachfolger des Kyoto-Abkommens von 1997 beschlossen werden. Bis dahin soll es weitere Vorbereitungstreffen geben.

 

Europa ist laut dem deutschen Umweltminister bereit, bis zu 50 Prozent aus den Einnahmen des Emissionshandels für internationale Klimaschutzmassnahmen zur Verfügung zu stellen. Die USA haben zuletzt eine Reduzierung der Treibhausgase um 20 Prozent bis zum Jahr 2020 ins Auge gefasst - allerdings im Vergleich zum Jahr 2005.

 

Die EU will den Ausstoss bis 2020 um mindestens 20 Prozent senken - und zwar im Vergleich zum Jahr 1990. Falls andere Länder mitziehen, ist die EU sogar zu einer Reduzierung um 30 Prozent bereit.

 

Wirtschaftsgipfel zu Klimawandel

 

Derweil sprachen sich in Kopenhagen mehr als 700 Unternehmensvertreter aus aller Welt für Sofortmassnahmen zur Eindämmung des Klimawandels aus, ohne sich aber auf konkrete Schritte festzulegen. Ziel müsse die Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf zwei Grad sein.

 

Bei dem am Dienstag in Kopenhagen zu Ende gegangenen dreitägigen "Wirtschafts-Gipfel zum Klimawandel" hatte unter anderem UN- Generalsekretär Ban Ki Moon mangelndes Engagement von Unternehmen beim Klimaschutz kritisiert. Auch der frühere US-Vizepräsident Al Gore forderte die Wirtschaft zu sofortigem und massivem Einsatz auf.

 

Nicht-Regierungsorganisationen äusserten sich kritisch, dass sich die Unternehmensvertreter in ihrer Schlusserklärung nicht auf konkrete Ziele für die Verminderung von CO2-Emissionen festlegten.