UNO-Bericht fordert mehr Hilfe für arme Länder beim Klimawandel
(sda) Im Kampf gegen die Erderwärmung hat die UNO weitere Hilfen für Entwicklungsländer gefordert. Die reichen Industriestaaten sollten ein bis zwei Milliarden Dollar zusätzlich aufbringen, um die armen Länder bei der notwendigen Anpassung zu unterstützen.
Dies steht in einem Bericht, den die Stockholmer UNO-Kommission für Klimawandel und Entwicklung am Donnerstag (Ortszeit) in New York vorlegte.
Alle Staaten hätten unter den Folgen des Klimawandels zu leiden, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon. "Aber die armen werden als erste und am schlimmsten leiden." Milliarden von Menschen seien in Gefahr.
Bei den Verhandlungen über ein neues Klimaschutz-Abkommen müssten die Anpassungsmassnahmen daher im Mittelpunkt stehen, forderte Ban. Beim UNO-Klimagipfel von Kopenhagen im Dezember soll über ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls zur Verringerung der Treibhausgas-Ausstösse beraten werden.
Der Chef des UNO-Klimasekretariats, Yvo de Boer, forderte alle Industrie- und Entwicklungsländer auf, sich "allermindestens" auf konkrete Ziele zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen bis 2020 zu verständigen.



