USA halten an in Kopenhagen zugesagtem Klimaziel fest
Washington (sda/afd) Die USA halten an ihrem Emissionsziel fest, das sie auf dem UNO-Klimagipfel zugesagten haben: Das Land wolle bis 2020 seinen Ausstoss an Treibhausgasen um 17 Prozent im Vergleich zu 2005 senken, hiess es in einer Erklärung des Aussenministeriums an die UNO.
Dass sich die USA damit an ihr in Kopenhagen formuliertes Ziel hielten, stehe für das Engagement von US-Präsident Barack Obama, sich "den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen", schrieb der US-Klimabeauftragte Todd Stern am Donnerstag an den Leiter des UNO-Klimasekretariats, Yvo de Boer.
Die US-Regierung warte nun auf die Annahme eines entsprechenden Klimagesetzes durch den Kongress, um diese Verpflichtungen zu erfüllen, hiess es in der Erklärung weiter. Zugleich verdeutlichte Stern auch die Erwartungen der USA, dass auch "führende Industriestaaten und Entwicklungsländer" zu ähnlichen Zusagen bereit seien.
Die Staats- und Regierungschefs hatten sich auf dem UNO-Klimagipfel im Dezember nach zähen Verhandlungen auf eine politische Erklärung zum Klimaschutz geeinigt, wonach die Erderwärmung auf zwei Grad begrenzt werden soll.
Den Staaten war von der UNO bis Ende Januar Zeit gegeben worden, ihre konkreten Pläne zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen vorzulegen. Bislang tat dies erst eine Handvoll Staaten, darunter Bangladesch und die Philippinen.
Bei den Klimazusagen ist in der Regel das Basisjahr 1990 üblich. Verglichen mit diesem Jahr entspricht die US-Zusage vier Prozent weniger, also einer Reduktion des Ausstosses um elf Prozent.



