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Mittwoch, 17. Februar 10

Verregnete "Sonnenküste": Hochwasser in Südspanien

 

Málaga (sda/dpa) Flüsse sind über die Ufer getreten, Dörfer von der Aussenwelt abgeschnitten: Anhaltende Regenfälle haben an der Costa del Sol (Sonnenküste) in Südspanien ganze Landstriche unter Wasser gesetzt.

Die stärksten Niederschläge seit Jahren führen zu Hochwasser (c) Greenpeace / Ivan Sarenas

Hunderte von Menschen wurden nach Medienberichten vom Mittwoch aus ihren Wohnungen vor dem Hochwasser in Sicherheit gebracht. In Alhaurín de la Torre in der Provinz Málaga flüchtete sich eine siebenköpfige Familie vor den Fluten auf das Dach ihres Wohnhauses und wurde von dort mit einem Rettungshelikopter geborgen.

 

Stellenweise gingen bis zu 155 Liter Regenwasser pro Quadratmeter nieder. "So starke Regenfälle hat es hier seit vielen Jahren nicht mehr gegeben", sagte eine Beamtin der Stadtverwaltung in der Hafenmetropole Málaga.

 

In der Gegend von Vélez Málaga riss ein Tornado ein Strandhäuschen aus der Verankerung und schleuderte die 3,5 Tonnen schwere Bude auf die Strandpromenade. Zahllose Landstrassen waren in Südspanien wegen Hochwassers gesperrt, Wohnungen und Tiefgaragen überschwemmt und Schulen geschlossen.

 

Auf den Kanarischen Inseln gaben die Behörden erneut Sturm- und Hochwasserwarnungen. Zwar konnte auf La Palma, El Hierro und La Gomera der Flugverkehr nach einer dreitägigen Unterbrechung am Mittwoch wieder aufgenommen werden. Aber die Meteorologen sagten eine neue Verschlechterung des Wetter voraus.

 

Auf den drei Inseln waren von Sonntag bis Dienstag praktisch alle Flüge wegen Sturms gestrichen worden. Nach Angaben der Flughafenbehörde AENA waren von den Absagen mehr als 9000 Passagiere betroffen.