Weltforstkongress ruft Kopenhagen zu Waldschutz auf
Buenos Aires (sda/dpa) Nach fünftägigen Beratungen ist der 13. Weltforstkongress in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires am Freitag mit einem Aufruf für einen effektiven Waldschutz zu Ende gegangen.
Die Wälder seien der wichtigste Speicher für das Treibhausgas Kohlendioxid und müssten deshalb auch auf dem Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen eine zentrale Rolle spielen.
Ganz oben auf der Liste der Vorschläge für Kopenhagen steht der sogenannte REDD-Mechanismus. Er sieht vor, dass reiche, grosse Mengen Kohlendioxid ausstossende Industrieländer ärmeren Ländern Geld dafür bezahlen, damit diese ihre Wälder nicht abholzen und den in der Biomasse gespeicherten Klimakiller Kohlendioxid nicht freisetzen.
Die Teilnehmer des fünftägigen Kongresses forderten grössere Anstrengungen bei der Wiederaufforstung, einen schonenden Umgang mit bestehenden Natur- und Nutzwäldern, mehr Rechte für Ureinwohner, den Erhalt der Vielfalt an Pflanzen und Tieren in den Wäldern sowie eine bessere Überwachung der Wälder.
Etwa 4500 Waldfachleute aus aller Welt hatten seit Montag Fragen der Waldnutzung und des Waldschutzes diskutiert.
Zahlreiche Redner wiesen auf die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung der Wälder hin. Etwa 1,5 Milliarden Menschen lebten direkt vom Wald. Wälder seien die wichtigste natürliche Ressource für den Menschen und das Leben auf der Erde. Sie stabilisierten das Klima, produzierten Nahrung und Trinkwasser, seien der wichtigste Lieferant von Bioenergie und nachwachsendem Baumaterial.
Der Forstkongress unter der Schirmherrschaft der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der UNO findet alle sechs Jahre statt. Das Leitmotiv des Kongresses lautete "Waldentwicklung - lebenswichtiges Gleichgewicht".




