Schweiz innert zehn Jahren ein halbes Grad wärmer
Bern (sda) In den letzten zehn Jahren hat sich das Klima in der Schweiz um ein halbes Grad erwärmt. Damit verlangsamte sich der Temperaturanstieg im Vergleich zu den 1980- und 1990-er Jahren leicht. Bei den Niederschlägen gab es kaum Veränderungen.
Die vergangenen zehn Jahre waren die mit Abstand wärmsten seit Beginn systematischer Messungen im 19. Jahrhundert, teilte SF Meteo am Mittwoch mit. Im Vergleich zu den 1990-er Jahren legten die Temperaturen in weiten Teilen der Schweiz noch einmal um ein halbes Grad zu, etwa in Basel, Lugano und Zürich.
0,3 Grad betrug der Temperaturanstieg 2000 bis 2009 in mittleren Lagen, im Hochgebirge wurde es 0,2 Grad wärmer. Diese Werte bestätigen gemäss SF Meteo ausser für die höheren Lagen die Erwartungen der Klimaforscher. Diese prognostizieren der Schweiz für die erste Hälfte des 21. Jahrhunderts eine Erwärmung um gut 2 Grad.
Auch wenn die Erwärmung in den letzten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts mit je 0,7 Grad schneller vorangeschritten war, ist ein Ende der Aufwärtstendenz nicht absehbar.
Seit Messbeginn 1864 wurden in Zürich die zweit- bis achtwärmsten Jahre immer im 21. Jahrhundert registriert. Einzig 1994 war es an der Limmat noch wärmer. Auch in Lugano weist die Statistik die drei wärmsten Jahre im laufenden Jahrhundert aus.
Dient nicht das Kalenderjahr sondern 12 aufeinanderfolgende Monate als Vergleich, war die Zeit zwischen Juni 2006 und Mai 2007 die bei weitem wärmste Periode.
Bei den Niederschlägen zeigten sich keine namhaften Klimaveränderungen. In Basel und Zürich war die erste Dekade des 21. Jahrhunderts minimal trockener als die letzte des vorigen.
Generell waren die letzten dreissig Jahre gemäss SF Meteo aber etwas feuchter. Die Schwankungen sind jedoch so gering, dass Zufälligkeiten wie ein einzelnes heftiges Gewitter die Statistik mitbestimmen können.



