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Montag, 14. Dezember 09

Klimawandel bedroht Polarfuchs und Koalabär

 

Kopenhagen (sda/dpa) Der Polarfuchs, die Lederschildkröte und der Koalabär sind mit am stärksten vom Klimawandel bedroht. Das geht aus einem Report der Weltnaturschutzunion IUCN hervor, der am Montag auf dem Klimagipfel in Kopenhagen vorgestellt wurde.

Der Clownfisch hat nichts zu lachen (c) Flickr Nemos great uncle

"Dieser Report soll ein Weckruf für die Regierungen sein, damit sie konkrete Verpflichtungen zur Kohlendioxidreduktion eingehen", sagte Koautorin Wendy Foden. "Wir haben schlichtweg nicht mehr die Zeit für langatmiges politisches Hickhack. Wir benötigen starke Verpflichtungen und wir benötigen sie jetzt."

 

Auf der Liste der zehn am stärksten vom Klimawandel bedrohten Arten stehen zudem noch Belugawal, Clownfisch, Kaiserpinguin, Köcherbaum, Ringelrobbbe, Lachs und Geweihkoralle.

 

Lebensraum wird langsam zerstört

 

Tiere im Polargebiet sind laut IUCN besonders von der Eisschmelze bedroht: Die Ringelrobbe wird nach Norden gedrängt, weil das Meereis zurückgeht, das sie zur Jungenaufzucht benötigt. Der stark an die Antarktis angepasste Kaiserpinguin habe ähnliche Probleme im Süden.

 

Auch dort gehe Meereis zurück, das er zur Paarung und Jungenaufzucht benötigt. Die zurückgehende Eisbedeckung des Meeres bedeutet zudem ein Rückgang des Krills, der eine wichtige Rolle in der Nahrungskette für zahlreiche Meeresbewohner spielt.

 

Der arktische Belugawal sei gleich zweifach bedroht: Zum einen finde er weniger Beute zum anderen dringe der Mensch mit Schiffen, aber auch durch die Gas- und Ölförderung in den Lebensraum der sozialen Tiere vor.

 

Auch Tiere in den Tropen betroffen

 

Die Schäden seien aber auch in tropischen Regionen zu spüren, etwa bei der Geweihkoralle mit ihren rund 160 Arten, die von steigenden Ozeantemperaturen bedroht seien und auszubleichen drohen.

 

Hinzu komme, dass Kohlendioxid die Meere versauern lasse, was die Korallen ebenfalls angreife. Clownfische könnten im sauren Wasser nicht mehr gut riechen und so schlechter ihren Wohnraum, eine Anemone, finden.

 

Jeder einzelne Mensch sei nicht machtlos, sondern könne seinen Kohlendioxidausstoss senken und bei seiner Regierung für Klimaschutz werben, betonte der Chef der IUCN-Artenschutzkommission, Simon Stuart. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature) ist ein Dachverband von mehr als 1000 Naturschutzorganisationen aus aller Welt.