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Montag, 14. Dezember 09

BAFU: Schweiz kann Emissionsziele bis 2012 vermutlich erreichen

 

Bern (sda) Die Schweiz kann nach eigener Einschätzung ihre Emissionsziele bis 2012 voraussichtlich erreichen. Um den Ausstoss von Treibhausgasen um 8 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, muss sie unter anderem Emissionszertifikate im Ausland beziehen.

Die Schweiz ist auf Kurs für das (überholte) Kyoto-Protkoll (c) Greenpeace

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) präsentierte die Zahlen am Montag am UNO-Klimagipfel in Kopenhagen. Die Klimakonvention verpflichtet die Industrieländer, in regelmässigen Abständen einen Bericht über die nationalen Anstrengungen im Klimaschutz vorzulegen. Der bereits fünfte Bericht zeigt die Treibhausgasemissionen bis 2007 auf und umreisst die erwartete Entwicklung bis 2020.

 

Im Vergleich zum vierten Bericht von 2005 habe sich der Treibhausgas-Austoss nicht massgeblich verändert, hält das BAFU fest. Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass bis Ende 2007 in der Schweiz hauptsächlich freiwillige Massnahmen ergriffen worden seien. Die Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls und des CO2-Gesetzes begann erst 2008.

 

51 Millionen Tonnen

 

Die Schweiz hat sich im Kyoto-Protokoll verpflichtet, ihren Treibhausgas-Ausstoss im Zeitraum 2008-2012 um 8 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 1990 zu reduzieren. Damals und ebenso im Jahr 2007, aus dem die aktuellsten Daten vorliegen, betrug der Ausstoss von Treibhausgasen in der Schweiz rund 51 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.

 

Im Bericht weist das BAFU auf die Massnahmen der Schweiz hin, um den Ausstoss zu senken. Dazu zählt etwa die CO2-Abgabe, der Emissionshandel oder die Sanierung von Gebäuden. Zudem führten Wirtschaft und Private eine Reihe von freiwilligen Leistungen durch.

 

Für die nächste Verpflichtungsperiode bis zum Jahr 2020 will die Schweiz die Treibhausgasemissionen um mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 senken. "Unter gewissen Umständen" ist die Schweiz sogar bereit, um 30 Prozent zu reduzieren. An der Reduktion um 20 Prozent will der Bundesrat ungeachtet der Ergebnisse am Klimagipfel in Kopenhagen festhalten.