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Dienstag, 23. Februar 10

UNO-Bericht verlangt strengere Ziele zu Klimawandel

 

Nairobi/Bali (sda/dpa) Der Treibhausgas-Ausstoss muss stark reduziert werden, um einen katastrophalen Klimawandel zu vermeiden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des UNO-Umweltprogramms (UNEP), die am Dienstag auf Bali vorgestellt wurde.

Die Treibhausgasemissionen müssen sinken.

Weltweit müssen die Schadstoffemissionen demnach in den Jahren 2020 bis 2050 um 48 bis 72 Prozent sinken. Wenn die Treibhausgase in diesem Zeitraum jährlich um rund drei Prozent gesenkt würden, bestehe immerhin eine 50-prozentige Chance, den Anstieg der weltweiten Temperaturen unter zwei Grad Celsius zu halten.

 

Die - rechtlich nicht bindenden - Vereinbarungen auf dem Kopenhagener Klimagipfel seien zwar ein "Schritt in die richtige Richtung", sagte UNEP-Direktor Achim Steiner. "Aber selbst bei den besten Schätzungen sollte niemand annehmen, dass das ausreichen wird." Die Selbstverpflichtungen der Gipfelteilnehmer, die Emissionen zu senken, genügten nicht.

 

Der UNEP-Jahresbericht stellte zudem einen Zusammenhang zwischen Rohstoffknappheit, Umwelt- und Klimaveränderungen und einer Häufung von Katastrophen und Konflikten her. So hätten 40 Prozent der bewaffneten Konflikte im vergangenen Jahr eine direkte Verbindung zur Konkurrenz um natürliche Ressourcen, heisst es darin.